23 Januar 2026

Welche PostgreSQL Lizenzbestimmungen gibt es?

PostgreSQL nutzt eine permissive Open-Source-Lizenz, die als PostgreSQL-Lizenz bekannt ist. Sie basiert auf der BSD-Lizenz und erlaubt sowohl kommerzielle als auch nicht-kommerzielle Nutzung ohne Einschränkungen. Unternehmen können PostgreSQL kostenlos verwenden, modifizieren und weiterverteilen und müssen dabei nur den ursprünglichen Urheberrechtshinweis beibehalten.

Was ist die PostgreSQL-Lizenz und warum ist sie so beliebt?

Die PostgreSQL-Lizenz ist eine BSD-ähnliche Open-Source-Lizenz, die maximale Freiheit bei der Nutzung der Datenbank gewährt. Sie wurde speziell entwickelt, um sowohl Entwicklern als auch Unternehmen größtmögliche Flexibilität zu bieten, ohne die rechtlichen Komplexitäten anderer Lizenzmodelle.

Diese Lizenz ist besonders bei Unternehmen beliebt, weil sie keine Copyleft-Bestimmungen enthält. Das bedeutet, Sie können PostgreSQL in proprietäre Software integrieren, ohne den Quellcode Ihrer eigenen Anwendung offenlegen zu müssen. Die Lizenz stammt aus dem Jahr 1996 und hat sich seitdem als stabiles, vertrauenswürdiges Lizenzmodell etabliert.

Die grundlegenden Eigenschaften machen PostgreSQL für kommerzielle Projekte attraktiv: keine Lizenzgebühren, keine Beschränkungen bei der Anzahl der Nutzer oder Installationen und vollständige Kontrolle über Modifikationen. Unternehmen schätzen besonders die Rechtssicherheit und die Möglichkeit, PostgreSQL ohne langfristige Vertragsbindungen zu nutzen.

Welche Rechte und Pflichten haben Unternehmen bei der PostgreSQL-Nutzung?

Unternehmen erhalten mit PostgreSQL umfassende Nutzungsrechte ohne wesentliche Einschränkungen. Sie dürfen die Datenbank kommerziell nutzen, den Quellcode modifizieren, eigene Versionen erstellen und diese sogar verkaufen. Die Integration in proprietäre Software ist ausdrücklich erlaubt.

Die Rechte umfassen konkret: unbegrenzte kommerzielle Nutzung in jedem Geschäftsbereich, Modifikation des Quellcodes nach eigenen Anforderungen, Weitergabe sowohl der ursprünglichen als auch modifizierter Versionen sowie die Einbindung in geschlossene, proprietäre Softwarelösungen ohne Offenlegungspflicht.

Die Pflichten sind minimal und beschränken sich auf wenige Punkte: Der ursprüngliche Urheberrechtshinweis muss in allen Kopien oder wesentlichen Teilen der Software enthalten bleiben. Außerdem müssen Sie den Haftungsausschluss der ursprünglichen Entwickler respektieren. Eine Namensnennung in der Dokumentation oder in About-Dialogen ist nicht zwingend erforderlich, wird aber geschätzt.

Wie unterscheidet sich PostgreSQL von anderen Datenbank-Lizenzen?

PostgreSQL unterscheidet sich erheblich von anderen Datenbank-Lizenzmodellen durch seine permissive Struktur. Während MySQL unter der GPL steht, Oracle proprietäre Lizenzen verwendet und MongoDB die restriktive SSPL eingeführt hat, bleibt PostgreSQL konsequent offen und unternehmerfreundlich.

Der Vergleich zeigt deutliche Unterschiede: MySQL mit GPL-Lizenz erfordert bei kommerzieller Nutzung in proprietärer Software häufig kostenpflichtige Lizenzen. Oracle Database verlangt grundsätzlich Lizenzgebühren und bietet nur eingeschränkte kostenlose Versionen. MongoDB hat mit der SSPL eine Lizenz eingeführt, die Cloud-Anbieter zur Offenlegung ihrer gesamten Service-Software verpflichtet.

Für Unternehmen bietet PostgreSQL klare Vorteile: keine Lizenzkosten, keine rechtlichen Fallstricke bei der Integration in kommerzielle Produkte und keine Verpflichtung zur Offenlegung eigener Entwicklungen. PostgreSQL-Support ist zudem von verschiedenen Anbietern verfügbar, ohne Vendor-Lock-in-Effekte.

Was müssen Sie bei der kommerziellen PostgreSQL-Nutzung beachten?

Bei der kommerziellen PostgreSQL-Nutzung sollten Sie grundlegende Compliance-Regeln befolgen, um rechtliche Sicherheit zu gewährleisten. Dokumentieren Sie die PostgreSQL-Nutzung in Ihrem Projekt, bewahren Sie Urheberrechtshinweise auf und etablieren Sie interne Richtlinien für den Umgang mit Open-Source-Komponenten.

Praktische Leitlinien für die rechtssichere Nutzung umfassen: Führen Sie eine Software-Inventarliste mit allen verwendeten Open-Source-Komponenten, stellen Sie sicher, dass Entwicklungsteams über Lizenzbestimmungen informiert sind, und bewahren Sie alle relevanten Lizenztexte und Urheberrechtshinweise in einem zentralen Repository auf.

Zur Risikominimierung empfiehlt sich professioneller Support, besonders bei geschäftskritischen Anwendungen. Regelmäßige Updates und Sicherheitspatches sollten eingeplant werden. Professioneller PostgreSQL-Support kann dabei helfen, sowohl technische als auch rechtliche Aspekte optimal zu handhaben und die Vorteile der freien Lizenz voll auszuschöpfen. Für eine rechtliche Bewertung der Lizenzsituation sprechen Sie bitte mit Ihrem Anwalt.

Wie credativ® bei PostgreSQL-Implementierung unterstützt

credativ® bietet Unternehmen umfassende Beratung und Unterstützung bei der  optimalen Nutzung von PostgreSQL. Unser Expertenteam hilft Ihnen dabei, die Vorteile der PostgreSQL-Lizenz voll auszuschöpfen und gleichzeitig alle Compliance-Anforderungen zu erfüllen.

Unsere Leistungen umfassen:

  • Compliance-Beratung: Integration von PostgreSQL in Ihre kommerzielle Software
  • Technische Implementierung: Professionelle PostgreSQL-Installation und -Konfiguration
  • 24/7-Support: Kontinuierliche Betreuung Ihrer PostgreSQL-Umgebung
  • Migration und Updates: Sichere Datenübernahme und regelmäßige Aktualisierungen
  • Schulungen: Weiterbildung Ihrer Teams zu PostgreSQL-Best-Practices

Kontaktieren Sie uns noch heute für eine kostenlose Beratung und erfahren Sie, wie Sie PostgreSQL optimal und rechtssicher in Ihrem Unternehmen einsetzen können.

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Tags: PostgreSQL®

über den Autor

Peter Dreuw

Head of Sales & Marketing

zur Person

Peter Dreuw arbeitet seit 2016 für die credativ GmbH und ist seit 2017 Teamleiter. Seit 2021 ist er Teil des Management-Teams als VP Services der Instaclustr. Mit der Übernahme durch die NetApp wurde seine neue Rolle "Senior Manager Open Source Professional Services". Im Rahmen der Ausgründung wurde er Mitglied der Geschäftsleitung als Prokurist. Sein Aufgabenfeld ist die Leitung des Vertriebs und des Marketings. Er ist Linux-Nutzer der ersten Stunden und betreibt Linux-Systeme seit Kernel 0.97. Trotz umfangreicher Erfahrung im operativen Bereich ist er leidenschaftlicher Softwareentwickler und kennt sich auch mit hardwarenahen Systemen gut aus.

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