Proxmox VE Archiv - credativ®

Die Proxmox®-Installation ist ein entscheidender Schritt für Unternehmen, die auf eine professionelle Virtualisierungslösung setzen möchten. Diese umfassende Anleitung führt Sie durch den kompletten Prozess der Proxmox-VE-Installation und hilft Ihnen dabei, eine stabile Hypervisor-Umgebung aufzubauen. Sie benötigen grundlegende Linux®-Kenntnisse und etwa 2–3 Stunden Zeit für die komplette Installation und Grundkonfiguration. Für diese Proxmox-Anleitung brauchen Sie einen dedizierten Server mit mindestens 4 GB RAM, einen USB-Stick mit 8 GB Speicherplatz und Zugang zum BIOS des Zielrechners. Nach Abschluss dieser Schritte verfügen Sie über ein voll funktionsfähiges Proxmox-VE-System für Ihre Servervirtualisierung. Bitte beachten Sie aber, dass diese Hardware-Ausstattung für ein produktives System deutlich zu knapp ist. Für erste Schritte ist es jedoch geeignet. (mehr …)

Proxmox® bietet vier Speicheroptionen: ZFS für lokalen Hochleistungsspeicher mit integrierten Snapshots und Kompression, Ceph für verteilte Hochverfügbarkeitssysteme, NFS für Datei-basierten Netzwerkspeicher und iSCSI für blockbasierte Enterprise-Lösungen. Die Wahl hängt von Ihren Performance-Anforderungen, Ihrem Budget und der Größe Ihrer Infrastruktur ab. Jede Option eignet sich für spezifische Virtualisierungsszenarien.

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Die Entscheidung für credativ® Proxmox® Enterprise Support hängt von Ihren Geschäftsanforderungen, der Kritikalität Ihrer Virtualisierungsumgebung und den verfügbaren internen IT-Ressourcen ab. Enterprise Support bietet professionelle Unterstützung, stabile Updates und erweiterte Funktionen, während die Community Edition kostenlos bleibt, jedoch ohne garantierten Support. Diese Analyse hilft Ihnen bei der richtigen Entscheidung für Ihr Unternehmen.

Was ist Proxmox® Enterprise Support und wie unterscheidet er sich von der Community Edition?

Proxmox® Enterprise Support ist die kostenpflichtige Variante der Virtualisierungsplattform mit professionellem Support, stabilen Updates und Zugang zu Enterprise-Repositories. Die Community-Repositories bieten dieselbe Grundfunktionalität kostenlos, jedoch ohne Support-Garantie und mit weniger intensiv getesteten Updates. Beide Versionen werden von der Proxmox® Server Solutions GmbH unter der AGPL-Lizenz bereitgestellt. Eine wichtige weitere Unterscheidung gibt es jedoch noch zusätzlich: Eine Community-Subscription ermöglicht den Zugriff auf die Enterprise-Repositories. Diese umfasst aber dann nur den Zugang und keinen weiteren Support.

Der wichtigste Unterschied liegt im Support-Level. Enterprise-Kunden erhalten direkten Zugang zum Proxmox®-Team für technische Probleme, während Community-Nutzer auf Foren und Community-Hilfe angewiesen sind. Enterprise Support umfasst verschiedene Service-Level von Standard bis Premium mit unterschiedlichen Reaktionszeiten.

Die Update-Zyklen unterscheiden sich erheblich. Enterprise-Repositories enthalten ausführlich getestete, stabile Updates, die für Produktionsumgebungen optimiert sind. Community-Updates erscheinen häufiger, sind aber weniger intensiv getestet und können instabiler sein.

Zusätzliche Enterprise-Funktionen umfassen erweiterte Backup-Möglichkeiten, Cluster-Management-Tools und spezielle Monitoring-Optionen. Diese Funktionen sind in der Community Edition nicht verfügbar und richten sich speziell an Unternehmensanforderungen.

Wann lohnt sich Proxmox® Enterprise Support für Unternehmen?

Enterprise Support eignet sich besonders für Unternehmen mit kritischen Produktionsumgebungen, begrenzten internen IT-Ressourcen oder strengen Compliance-Anforderungen. Unternehmen ab etwa 50 Mitarbeitenden oder mit hohen Verfügbarkeitsanforderungen profitieren in der Regel vom professionellen Support.

Ein kritischer Faktor sind die Verfügbarkeitsanforderungen Ihrer Systeme. Wenn Ausfälle hohe Kosten verursachen oder Geschäftsprozesse erheblich beeinträchtigen, ist die Investition in Enterprise Support gerechtfertigt. Dies gilt insbesondere für E-Commerce, Finanzdienstleister oder Produktionsbetriebe.

Die interne IT-Expertise spielt eine entscheidende Rolle. Fehlen spezialisierte Virtualisierungsexpertinnen und -experten im Team, bietet Enterprise Support wertvolle Unterstützung bei komplexen Problemen. Kleinere IT-Teams profitieren besonders von der verfügbaren Expertise.

Compliance-Anforderungen können Enterprise Support erforderlich machen. Viele Branchen benötigen dokumentierten Support für Audit-Zwecke. Enterprise Support bietet die notwendige Dokumentation und Nachverfolgbarkeit für regulierte Umgebungen.

Was kostet Proxmox® Enterprise Support und welche Lizenzmodelle gibt es?

Proxmox® Enterprise Support wird pro CPU-Socket mit verschiedenen Support-Leveln lizenziert. Aktuelle Preise finden Sie unter https://www.proxmox.com/de/produkte/proxmox-virtual-environment/preise.

Das Basic- oder Standard-Paket beinhaltet Zugang zu Enterprise-Repositories, Updates und E-Mail-Support während der Geschäftszeiten. Dieses Level eignet sich für kleinere Umgebungen ohne besonders hohe Verfügbarkeitsanforderungen.

Premium Support bietet kürzere Reaktionszeiten und erweiterte Services. Die Kosten liegen höher, sind bei kritischen Systemen jedoch durch minimierte Ausfallzeiten gut zu rechtfertigen.

Zusätzliche Kostenfaktoren umfassen die Anzahl der CPU-Sockets, die gewünschten Reaktionszeiten und spezielle Services wie Vor-Ort-Support oder individuelle Schulungen. Größere Deployments erhalten häufig Mengenrabatte.

Welche Alternativen gibt es zu Proxmox® Enterprise Support?

Alternativen zum offiziellen Enterprise Support umfassen Community-Support, Dienstleister von Drittanbietern, internen Kompetenzaufbau oder hybride Ansätze. Jede Option bietet je nach Unternehmenssituation unterschiedliche Vor- und Nachteile.

Community-Support über Foren und Dokumentation bleibt kostenlos, bietet jedoch keine Garantien für Reaktionszeiten oder Problemlösung. Erfahrene IT-Teams können häufig eigenständig Lösungen finden, während weniger erfahrene Teams damit Schwierigkeiten haben können.

Support durch spezialisierte Drittanbieter wie credativ® kann flexiblere Service-Pakete bieten. Diese Anbieter kennen lokale Anforderungen oft gut und bieten maßgeschneiderte Lösungen. Die Qualität variiert jedoch zwischen den Anbietern.

Interner Kompetenzaufbau durch Schulungen und Zertifizierungen bietet langfristige Unabhängigkeit, erfordert jedoch Investitionen in Personal und Zeit. Hybride Ansätze kombinieren interne Expertise mit externem Open-Source-Support für besonders komplexe Probleme.

Wie credativ® bei der Proxmox®-Entscheidung und dem Support hilft

credativ® unterstützt Sie bei der strategischen Entscheidung für die passende Proxmox®-Support-Strategie und bietet umfassende technische Betreuung für Ihre Virtualisierungsumgebung. Als herstellerunabhängiger Open-Source-Spezialist analysieren wir Ihre Anforderungen und entwickeln maßgeschneiderte Support-Konzepte.

Unsere Proxmox®-Services umfassen:

  • Bedarfsanalyse und Support-Strategieberatung für Ihre Virtualisierungsumgebung
  • 24/7 technischer Support mit direktem Zugang zu Linux®- und Virtualisierungsexpertinnen und -experten
  • Optional: Proaktives Monitoring und Wartung Ihrer Proxmox®-Cluster
  • Migration und Implementierung von Proxmox®-Lösungen
  • Schulungen und Wissenstransfer für Ihre IT-Teams
  • Hybride Support-Modelle als Alternative zum reinen Enterprise Support

Mit über 25 Jahren Erfahrung im Open-Source-Bereich bieten wir Ihnen die Sicherheit professionellen Supports ohne Vendor-Lock-in. Kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Beratung zu Ihrer optimalen Proxmox®-Support-Strategie.

Transparenzhinweis

Proxmox® ist eine eingetragene Marke der Proxmox® Server Solutions GmbH. credativ® ist autorisierter Reseller von Proxmox®. Linux® ist eine eingetragene Marke von Linus Torvalds.

Die Nennung der Marken dient ausschließlich der sachlichen Beschreibung von Migrationsszenarien und Dienstleistungen von credativ®. Es besteht keine geschäftliche Verbindung zu den genannten Markeninhabern.

Die Wahl zwischen ZFS, LVM und Ceph in Proxmox hängt von Ihren spezifischen Anforderungen ab. ZFS bietet integrierte Datenredundanz und Snapshots für lokale Systeme, LVM ermöglicht flexible Volume-Verwaltung mit hoher Performance, während Ceph verteilte Storage-Lösungen für Cluster-Umgebungen bereitstellt. Jede Technologie hat unterschiedliche Stärken bei Performance, Skalierbarkeit und Wartungsaufwand.

Was ist der Unterschied zwischen ZFS, LVM und Ceph in Proxmox?

ZFS ist ein Copy-on-Write-Dateisystem mit integrierter Volume-Verwaltung und Datenredundanz. Es kombiniert Dateisystem und Volume-Manager in einer Lösung und bietet Features wie Snapshots, Komprimierung und automatische Fehlerkorrektur. ZFS eignet sich besonders für lokale Storage-Szenarien mit hohen Anforderungen an die Datenintegrität.

LVM (Logical Volume Manager) arbeitet als Abstraktionsschicht zwischen physischen Festplatten und dem Dateisystem. Es ermöglicht flexible Partitionierung und dynamische Volume-Größenänderungen zur Laufzeit. LVM bietet hohe Performance und einfache Verwaltung, benötigt jedoch zusätzliche Redundanzmechanismen wie Software-RAID.

Ceph stellt eine vollständig verteilte Storage-Architektur dar, die Daten über mehrere Knoten repliziert. Es bietet Object-, Block- und File-Storage in einem System und skaliert horizontal. Ceph eignet sich für große Cluster-Umgebungen mit hohen Anforderungen an die Verfügbarkeit.

Welche Storage-Lösung bietet die beste Performance für verschiedene Workloads?

LVM mit ext4 oder XFS liefert die höchste Performance für I/O-intensive Anwendungen wie Datenbanken. Der geringe Overhead macht es zur ersten Wahl für latenzkritische Workloads. ZFS folgt mit guter Performance bei gleichzeitigen Datenintegritäts-Features, während Ceph durch Netzwerk-Overhead höhere Latenz aufweist.

Für Datenbank-Workloads empfiehlt sich LVM mit schnellen SSDs und direktem Zugriff. Die minimale Abstraktionsschicht reduziert Latenz und maximiert IOPS. ZFS kann hier durch ARC-Cache und L2ARC-Beschleunigung konkurrenzfähige Performance bieten, besonders bei read-lastigen Workloads.

File-Services profitieren von ZFS-Features wie Deduplizierung und Komprimierung, die Speicherplatz sparen.

Ceph eignet sich für verteilte File-Services mit hohen Anforderungen an die Verfügbarkeit, auch wenn die Performance durch Netzwerkommunikation begrenzt wird. Hier lassen sich virtuelle Maschinen praktisch ohne großen Zeitverzug von Host zu Host migrieren, sei es durch ein Tool wie ProxLB oder auch im Fail-Over-Fall,

Virtuelle Maschinen laufen auf allen drei Systemen gut. LVM bietet die beste Roh-Performance, ZFS ermöglicht effiziente VM-Snapshots, und Ceph bietet Live-Migration zwischen Hosts ohne gemeinsamen Storage.

FeatureLVMZFSCeph
Architektur-TypLokal (Block-Storage)Lokal (Dateisystem & Volume Manager)Verteilt (Object/Block/File)
Performance (Latenz)Exzellent (Minimaler Overhead)Gut (Skaliert mit RAM/ARC)Moderat (Abhängig vom Netzwerk)
SnapshotsJaJa (sehr effizient)Ja
DatenintegritätBegrenzt (RAID-abhängig)Exzellent (Checksumming)Exzellent (Checksumming)
SkalierbarkeitBegrenzt (Single Node)Medium (innerhalb des Hosts)Sehr hoch (Horizontal im Cluster)
Netzwerk-AnforderungStandard (1 GbE ausreichend)Standard (1 GbE ausreichend)Hoch (min. 10-25 GbE empfohlen)
HaupteinsatzgebietMaximale Single-Node PerformanceHohe Datensicherheit & Lokaler SpeedEnterprise Cluster & High Availability
KomplexitätEinfachModeratHoch

Wie entscheidet man zwischen lokaler und verteilter Storage-Architektur?

Lokale Storage-Lösungen wie ZFS und LVM eignen sich für Single-Host-Umgebungen oder wenn maximale Performance wichtiger ist als Hochverfügbarkeit. Verteilte Systeme wie Ceph sind notwendig, wenn Daten über mehrere Hosts verfügbar sein müssen oder automatische Failover-Mechanismen erforderlich sind.

Die Infrastrukturgröße spielt eine entscheidende Rolle. Einzelne Proxmox-Hosts oder kleine Setups mit zwei bis drei Servern funktionieren gut mit lokalen Storage-Lösungen. Ab drei bis vier Hosts wird Ceph interessant, da es echte Hochverfügbarkeit ohne Single Point of Failure ermöglicht. Ceph erfordert ein Quorum, sodass immer eine ungerade Anzahl an Knoten für Ceph bereit steht. Cluster-Setups mit einer geraden Anzahl sind also immer mit einer gewissen unterschiedlichen Nutzung behaftet - aber hier muss auch bei Proxmox VE Hand angelegt werden.

Netzwerkanforderungen unterscheiden sich erheblich. Lokale Storage-Systeme benötigen nur Standardnetzwerk für das Management, während Ceph dedizierte 10GbE-Verbindungen für optimale Performance erfordert. Heute setzt man ab einem gewissen Performance-Bedarf eher auf 25GbE-Verbindungen für die Datenllast. Diese Verbindungen stehen dann im Idealfall nur dem Ceph-System zur Verfügung und kommen zusätzlich zum Bedarf der Virtualisierung. Die Netzwerk-Infrastruktur beeinflusst daher maßgeblich die Storage-Entscheidung.

Wartungsaufwand und Komplexität steigen mit verteilten Systemen. ZFS und LVM sind einfacher zu verstehen und zu warten, während Ceph spezialisiertes Wissen für Konfiguration, Monitoring und Troubleshooting erfordert.

Proxmox VE mit ZFS bietet mit pe-sync einen Mittelweg zwischen echtem Shared Storage und lokaler Datenhaltung. Hiermit kann man automatisch Hosts miteinander in Sync halten. Allerdings ist dies nicht synchron sondern in bestimmten Zeitintervallen, etwa alle 15 Minuten. Für bestimmte Arbeitslasten kann dies absolut hinreichend sein.

Was sind die wichtigsten Faktoren bei der Proxmox-Storage-Planung?

Hardware-Anforderungen variieren stark zwischen den Storage-Technologien. ZFS benötigt ausreichend RAM (1 GB pro TB Storage), damit der integrierte ARC-Cache seine Leistung voll ausspielen kann, LVM läuft auf minimaler Hardware, und Ceph erfordert dedizierte Netzwerk-Hardware, ebenfalls ausreichend RAM und mehrere Hosts. Die Hardware-Ausstattung bestimmt oft die möglichen Storage-Optionen.

Backup-Strategien müssen zur gewählten Storage-Lösung passen. ZFS-Snapshots ermöglichen effiziente inkrementelle Backups, LVM-Snapshots bieten ähnliche Funktionalität, während Ceph-Backups über RBD-Snapshots oder externe Tools realisiert werden. Die Backup-Anforderungen beeinflussen die Storage-Wahl erheblich.

Skalierbarkeitsplanung sollte zukünftiges Wachstum berücksichtigen. LVM ermöglicht einfache Volume-Erweiterung, ZFS-Pools können um zusätzliche Laufwerke erweitert werden, und Ceph skaliert durch Hinzufügen neuer Hosts. Die geplante Wachstumsrichtung beeinflusst die optimale Storage-Architektur.

Budgetüberlegungen umfassen nicht nur Hardware-Kosten, sondern auch Wartungsaufwand und benötigte Expertise. Einfache LVM-Setups haben niedrige Gesamtkosten, während Ceph-Cluster höhere Investitionen in Hardware und Schulungen erfordern.

Bonus: ZFS und Ceph bieten beide integrierte Prüfsummenverfahren, die aktiv gegen den sogenannten "Bit Rot" - die schleichende Datenkorruption - helfen und diesen durch Redundanz automatisch erkennen und beheben können. Bei LVM ohne weitere Zusätze wie ein RAID-Layer erlaubt dies nicht.

Wie credativ® bei der Proxmox-Storage-Optimierung unterstützt

credativ® bietet umfassende Beratung und Implementierung für optimale Proxmox-Storage-Entscheidungen basierend auf Ihren spezifischen Anforderungen. Unsere Open-Source-Experten analysieren Ihre Workloads, Infrastruktur und Wachstumspläne, um die ideale Storage-Architektur zu empfehlen.

Unsere Services umfassen:

  • Detaillierte Storage-Architektur-Bewertung und Technologieauswahl
  • Professionelle Implementierung und Konfiguration von ZFS, LVM oder Ceph
  • Performance-Optimierung und Monitoring-Setup für gewählte Storage-Lösungen
  • 24/7-Support und Wartung für produktive Proxmox-Umgebungen
  • Schulungen für Ihr IT-Team zu Storage-Management und Best Practices

Mit über 25 Jahren Erfahrung im Open-Source-Bereich und direktem Zugang zu unseren festangestellten Linux-Spezialisten erhalten Sie professionelle Proxmox-Unterstützung ohne Umwege über Callcenter. Kontaktieren Sie uns für eine individuelle Beratung zu Ihrer Proxmox-Storage-Strategie und profitieren Sie von unserem bewährten Enterprise-Support.

Die Proxmox®-Systemanforderungen variieren je nach Einsatzszenario erheblich. Für eine Basisinstallation benötigen Sie mindestens eine 64-Bit-CPU mit Virtualisierungsunterstützung, 2 GB RAM und 32 GB Speicherplatz. Produktive Umgebungen erfordern jedoch deutlich mehr Ressourcen, abhängig von der Anzahl der virtuellen Maschinen und deren Workloads. Die richtige Hardware-Dimensionierung entscheidet über Performance und Stabilität Ihrer Proxmox®-Infrastruktur.
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Nach dem gelungenen Auftakt im Dezember gehen wir nun in die zweite Runde! Am 05. März laden wir euch wieder zum Open Source Virtualization Gathering in unsere Räumlichkeiten in Mönchengladbach ein.

Wie beim letzten Mal steht der fachliche Austausch in lockerer Atmosphäre im Vordergrund. Wir haben den Zeitplan etwas gestrafft, um mehr Raum für die Talks zu schaffen. Wir freuen uns auf zwei hochkarätige Talks, die zeigen, wie vielseitig Open-Source-Virtualisierung in der Praxis eingesetzt wird.

Der Fahrplan für den Abend

Wir starten diesmal etwas früher mit dem Programm:

  • 17:15 Uhr: Einlass und Ankunft – Kaltgetränke gehen auf uns!
  • 17:30 Uhr: Talk #1 – Effizientes Proxmox Cluster Management mit PegaProx
  • 18:15 Uhr: Socializing & kurze Pause
  • 18:30 Uhr: Talk #2 – 5G Mobile Private Networks auf Proxmox
  • 19:15 Uhr: Offene Diskussion / Socializing im Office mit Getränken
  • 20:30 Uhr: Gemeinsamer Ausklang beim Italiener (direkt im Haus, auf eigene Rechnung)

 

Der erste Talk: Proxmox-Management im Deep-Dive

Den Auftakt macht Florian Hoberg (gyptazy), technischer Leiter für Virtualisierung bei credativ und Entwickler bekannter Open-Source-Tools wie ProxLB.

Er stellt uns PegaProx vor – eine Management-Plattform, die speziell für Proxmox-Cluster entwickelt wurde. Florian wird aufzeigen, wo PegaProx über den Funktionsumfang des offiziellen Proxmox Datacenter Managers hinausgeht, und in einer Live-Demo zeigen, wie man damit auch komplexe Multi-Node-Umgebungen zentral und effizient verwaltet.

Der zweite Talk: High-Tech Connectivity trifft Open Source

Wir freuen uns sehr, für den zweiten Slot Sven Lankes von der COCUS AG gewonnen zu haben. Sven hilft Kunden seit über 25 Jahren, ihre IT-Systeme sicher und effizient umzusetzen, und ist seit zwei Jahrzehnten aktiv in diversen Open-Source-Communities.

Die COCUS AG liefert schlüsselfertige 5G Mobile Private Networks (Campus-Netze), die die Connectivity-Möglichkeiten von Unternehmen massiv erweitern. In seinem Vortrag „5G Mobile Private Networks auf Proxmox“gibt Sven zunächst einen generellen Überblick über diese Technologie. Im Anschluss geht er auf die Besonderheiten bei Entwicklung, Wartung und Deployment der hauseigenen „Campus-To-Go Solution“ ein und zeigt, wie sie dafür Proxmox-Virtualisierung erfolgreich mit modernen Cloud-Technologien verbinden.

Verpflegung & Anmeldung

Während des Events im Office versorgen wir euch mit Kaltgetränken. Für den späteren Hunger ziehen wir um 20:30 Uhr gemeinsam weiter zum Italiener im Erdgeschoss (wichtiger Hinweis: dort gibt es keine Pizza, aber hervorragende Pasta und andere Gerichte). Das Abendessen erfolgt auf eigene Kosten.

Bitte meldet euch über Luma an, damit wir die Getränkeplanung und die Reservierung beim Italiener abstimmen können: 👉 https://luma.com/dmphypvn wer keinen externen Service nutzen möchte kann uns auch einfach per E-Mail kontaktieren.

Wir freuen uns auf euch!

ProxCLMC – Was ist das?

Live-Migration ist eine der leistungsfähigsten und am häufigsten genutzten Funktionen in einem Proxmox VE Cluster. Sie setzt jedoch eine Voraussetzung voraus, die oft unterschätzt wird: eine konsistente CPU-Kompatibilität über alle Nodes hinweg. In realen Umgebungen bestehen Cluster selten aus identischer Hardware, bei der man einfach den CPU-Typ host verwenden könnte. Nodes werden über die Zeit hinweg hinzugefügt, CPU-Generationen unterscheiden sich und Funktionsumfänge entwickeln sich weiter. Obwohl Proxmox VE eine flexible CPU-Konfiguration erlaubt, ist die Ermittlung einer sicheren und zugleich optimalen CPU-Baseline für den gesamten Cluster bislang weitgehend eine manuelle und erfahrungsbasierte Aufgabe.

ProxCLMC (Prox CPU Live Migration Checker) wurde von unserem Kollegen Florian Paul Azim Hoberg (auch bekannt als gyptazy) in Rust als Open-Source Lösung unter der GPLv3 Lizenz entwickelt, um diese Lücke auf einfache, automatisierte und reproduzierbare Weise zu schließen. Das Tool untersucht alle Nodes eines Proxmox-VE-Clusters, analysiert nachfolgend deren CPU-Fähigkeiten und berechnet das höchstmögliche CPU-Kompatibilitätsniveau, das von jedem Node unterstützt wird. Anstatt sich auf Annahmen, Tabellenkalkulationen oder Versuch und Irrtum zu verlassen, erhalten Administratoren ein klares und deterministisches Ergebnis, das direkt bei der Auswahl von VM-CPU-Modellen verwendet werden kann.

In anderen Virtualisierungsökosystemen existieren vergleichbare Mechanismen bereits. Enterprise-Plattformen bieten häufig integrierte Werkzeuge oder automatische Hilfestellungen, um kompatible CPU-Baselines zu erkennen und ungültige Live-Migrationskonfigurationen zu verhindern. Proxmox VE verfügt derzeit jedoch über keinen solchen automatisierten Erkennungsmechanismus, sodass Administratoren CPU-Flags manuell vergleichen oder sich auf Betriebserfahrung verlassen müssen. ProxCLMC schließt diese Lücke, indem es eine clusterweite CPU-Kompatibilitätsanalyse bereitstellt, die speziell auf Proxmox-Umgebungen zugeschnitten ist.

Wie funktioniert ProxCLMC?

ProxCLMC ist so konzipiert, dass es sich nahtlos in bestehende Proxmox-VE-Cluster integrieren lässt, ohne zusätzliche Dienste, Agents oder Konfigurationsänderungen zu erfordern. Es ist vollständig in Rust geschrieben (vollständig Open Source unter GPLv3), wird als statisches Binary kompiliert und als Debian-Paket über das gyptazy-Repository bereitgestellt, um eine einfache Installation zu ermöglichen. Der Arbeitsablauf folgt einem klaren und transparenten Prozess, der widerspiegelt, wie Administratoren über CPU-Kompatibilität nachdenken, diesen jedoch zuverlässig und reproduzierbar automatisiert.

Nach dem Start parst das Tool die lokale corosync.conf auf dem Node, auf dem es ausgeführt wird. Dadurch kann ProxCLMC automatisch alle Mitglieder des Clusters erkennen, ohne auf externe Inventare oder manuelle Eingaben angewiesen zu sein. Die ermittelte Node-Liste entspricht somit stets dem tatsächlichen Zustand des Clusters.

Sobald alle Cluster-Nodes identifiziert sind, baut ProxCLMC eine SSH-Verbindung zu jedem Node auf. Über diese Verbindung liest es remote den Inhalt von /proc/cpuinfo. Diese Datei liefert eine detaillierte und maßgebliche Sicht auf die vom Host-Kernel bereitgestellten CPU-Fähigkeiten, einschließlich des vollständigen Satzes unterstützter CPU-Flags.

Aus den gesammelten Daten extrahiert ProxCLMC die relevanten CPU-Flags und wertet sie anhand klar definierter x86-64-CPU-Baseline-Definitionen aus. Diese Baselines sind direkt an die von Proxmox VE und QEMU unterstützten CPU-Modelle angelehnt, darunter:

  • x86-64-v1
  • x86-64-v2-AES
  • x86-64-v3
  • x86-64-v4

Durch die Zuordnung der CPU-Flags jedes Nodes zu diesen standardisierten Baselines kann ProxCLMC bestimmen, welche CPU-Level pro Node unterstützt werden. Anschließend berechnet das Tool den niedrigsten gemeinsamen CPU-Typ, der von allen Nodes im Cluster geteilt wird. Diese resultierende Baseline stellt das maximale CPU-Kompatibilitätsniveau dar, das sicher für virtuelle Maschinen verwendet werden kann und dennoch uneingeschränkte Live-Migrationen zwischen allen Nodes ermöglicht. Um eine allgemeine Vorstellung von der Ausgabe zu bekommen:


test-pmx01 | 10.10.10.21 | x86-64-v3
test-pmx02 | 10.10.10.22 | x86-64-v3
test-pmx03 | 10.10.10.23 | x86-64-v4
Cluster CPU type: x86-64-v3

Mit diesem Ansatz bringt ProxCLMC eine automatisierte CPU-Kompatibilitätsprüfung in Proxmox-VE-basierte Cluster. Vergleichbare Konzepte sind aus anderen Virtualisierungsplattformen bereits bekannt, etwa VMware EVC, bei dem die CPU-Kompatibilität clusterweit erzwungen wird, um sichere Migrationen zu gewährleisten. ProxCLMC überträgt diese grundlegende Idee auf Proxmox-Umgebungen, setzt sie jedoch leichtgewichtig, transparent und vollständig offen um und fügt sich damit nahtlos in bestehende Betriebs- und Arbeitsabläufe ein.

Installation von ProxCLMC

ProxCLMC wurde mit dem Ziel entwickelt, eine einfache Bereitstellung zu ermöglichen und sich sauber in bestehende Proxmox-VE-Umgebungen zu integrieren. Es kann direkt aus dem Quellcode genutzt oder als paketiertes Debian-Binary installiert werden und eignet sich damit sowohl für Entwicklungs- als auch für Produktionsumgebungen.

Der vollständige Quellcode ist öffentlich auf GitHub verfügbar und kann unter folgender Adresse abgerufen werden:
https://github.com/gyptazy/ProxCLMC

Dies ermöglicht vollständige Transparenz, Auditierbarkeit sowie die Möglichkeit, das Tool an individuelle Anforderungen anzupassen oder selbst zu bauen.

Voraussetzungen und Abhängigkeiten

Vor der Installation von ProxCLMC müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Ein Proxmox-VE-Cluster
  • SSH-Authentifizierung zwischen allen Proxmox-VE-Nodes
  • Netzwerkverbindung zwischen allen Cluster-Mitgliedern

ProxCLMC nutzt SSH, um jeden Node remote zu untersuchen und CPU-Informationen auszulesen. Eine passwortlose SSH-Authentifizierung wird daher empfohlen, um eine reibungslose und automatisierte Ausführung zu gewährleisten.

Installation über das Debian-Repository

Der empfohlene Weg zur Installation von ProxCLMC auf Debian-basierten Systemen, einschließlich Proxmox VE, ist über das von gyptazy bereitgestellte Debian-Repository. Dieses Repository wird auch zur Distribution des ProxLB-Projekts genutzt und fügt sich nahtlos in die üblichen Paketmanagement-Workflows ein.

Um das Repository hinzuzufügen und ProxCLMC zu installieren, führen Sie die folgenden Befehle aus:

echo "deb https://repo.gyptazy.com/stable /" > /etc/apt/sources.list.d/proxlb.list
wget -O /etc/apt/trusted.gpg.d/proxlb.asc https://repo.gyptazy.com/repository.gpg
apt-get update && apt-get -y install proxclmc

Die Nutzung des Repositories stellt sicher, dass ProxCLMC einfach installiert, aktualisiert und gemeinsam mit anderen Systempaketen verwaltet werden kann.

Installation über ein Debian-Paket

Alternativ kann ProxCLMC auch manuell über ein vorgebautes Debian-Paket installiert werden. Dies ist besonders nützlich für Umgebungen ohne direkten Repository-Zugriff oder für Offline-Installationen.

Das Paket kann direkt über das CDN von gyptazy heruntergeladen und mit dpkg installiert werden:

wget https://cdn.gyptazy.com/debian/proxclmc/proxclmc_1.0.0_amd64.deb
dpkg -i proxclmc_1.0.0_amd64.deb

Diese Methode bietet den gleichen Funktionsumfang wie die Installation über das Repository, jedoch ohne automatische Updates.

Fazit

ProxCLMC zeigt exemplarisch, wie schnell Lücken im Open-Source-Virtualisierungsökosystem geschlossen werden können, wenn reale betriebliche Anforderungen direkt adressiert werden. Ähnlich wie das ProxLB-Projekt (GitHub), das erweiterte Scheduling- und Balancing-Funktionen für Proxmox-VE-basierte Cluster bereitstellt, konzentriert sich ProxCLMC auf einen sehr spezifischen, aber kritischen Bereich, der zuvor weitgehend manuellen Prozessen und Erfahrungswerten überlassen war.

Durch die Einführung einer automatisierten CPU-Kompatibilitätserkennung bringt ProxCLMC eine Funktionalität in Proxmox-VE-Cluster, die in Enterprise-Virtualisierungsplattformen üblicherweise erwartet wird, bislang jedoch nicht in automatisierter Form verfügbar war. Es zeigt, dass Open-Source-Lösungen nicht durch fehlende Funktionen begrenzt sind, sondern vielmehr die Freiheit bieten, Plattformen genau dort zu erweitern und anzupassen, wo es am wichtigsten ist.

Mit ProxCLMC können Betreiber nun automatisch den am besten geeigneten CPU-Typ für virtuelle Maschinen in einem Proxmox-VE-Cluster ermitteln und so sichere Live-Migrationen sowie ein konsistentes Verhalten über alle Nodes hinweg gewährleisten. Zusammen mit Projekten wie ProxLB unterstreicht dies die Stärke des Open-Source-Modells: fehlende Enterprise-Funktionen können transparent ergänzt, an reale Anforderungen angepasst und mit der Community geteilt werden, um das Proxmox-Ökosystem kontinuierlich zu verbessern. Sollte Sie ebenfalls Bedarf an weiteren Anpassungen oder Entwicklungen Rund um oder für Proxmox VE benötigen, so unterstützten wir Sie gerne bei der Realisierung! Zögern Sie nicht mit uns Kontakt aufzunehmen – gerne beraten wir Sie zu Ihrem Vorhaben!

Rückblick auf den Dutch Proxmox Day 2025

Am 25. September 2025 waren wir beim Dutch Proxmox Day 2025 in Ede (Niederlande) – und ich darf sagen: die Veranstaltung war rundum gelungen. Organisiert von Tuxis B.V. im Hotel Belmont in der Veluwe-Region, bot der Tag eine ausgezeichnete Mischung aus Fachvorträgen und wertvollem Austausch.

Dank an die Gastgeber

Ein herzliches Dankeschön an das Tuxis-Team: Für die Einladung als Speaker, für das entgegengebrachte Vertrauen und für die perfekte Organisation. Ja — dieser Blogartikel kommt etwas später, aber wie man sagt: besser spät als nie.

Meine Perspektive als Speaker

Als Speaker hatte ich das Vergnügen, Teil eines spannenden Programms zu sein. Gleichzeitig war ich Teilnehmer: beides zugleich – das macht solche Tage besonders. Einige Vorträge möchte ich hervorheben:

  • Aaron Lauterer (Linux Software Developer bei Proxmox Server Solutions) – „Let’s get technical with a Proxmox developer“: Ein Blick auf kommende Features von Proxmox VE. Besonders spannend die kommende Integration von OCI Containern (aka Docker).
  • Rob Turk (Senior Presales Systems Engineer bei Veeam) – „Save the data“: Zeigt deutlich, das Proxmox mittlerweile in der Enterprise Welt angekommen ist.
  • Mark Schouten (CTO bei Tuxis) – „Cool stuff you can do with Proxmox“: Proxmox Backup Server im Zusammenspiel mit ZFS wie man das ganze noch was performanter bekommt und was für unerwartete Probleme mit SCSI und Western Digital aufgetreten sind davon hat uns Mark Schouten erzählt
  • Alexander Wirt  – „Balancing workloads in Proxmox“: Mein eigener Beitrag mit Fokus auf das  Projekt ProxLB meines werten Kollegen Florian Hoberg, das virtuelle Maschinen gleichmäßig über Knoten verteilt, zeigt wieder die Vorteile und OSS und offenen Schnittstellen. Diese ermöglichen es fehlende Funktionalität einfach zu ergänzen und damit auch den Branchengrößen Konkurrenz zu machen.
  • Robbe Van Herck (Support & Maintenance Engineer bei International Polar Foundation) – „Proxmox on Antarctica“: Proxmox im Extrem-Einsatz – am anderen Ende der Welt und sehr fern vom üblichen Rechenzentrumsalltag. Robbe konnte gut zeigen das Proxmox auch in den abgelegensten Winkeln der Erde funktioniert, spannend sind hier eher die anderen Herausforderungen – wie Hardware die mit den niedrigen Temperaturen überfordert ist.
  • Han Wessels (Operations System Engineer bei ESA) – „Challenged to run Proxmox out of this world“: Warum Proxmox auch auf der ISS oder im All betrieben werden kann – Technik trifft Vision. Han schilderte plastisch die Herausforderungen die dabei entstehen, wie z.B. die Vibration beim Start der Trägerrakete oder die Strahlung die die Lebensdauer von Speicher deutlich verkürzt.

Ich konnte viele Impulse mitnehmen – sowohl technisch als auch ideell. Und ich habe gute Gespräche geführt, die sich sicherlich noch weiter auszahlen werden.

Networking & Austausch

Der informelle Teil war genauso wertvoll wie das Programm: in den Pausen, beim Mittagessen oder beim Get-together am Nachmittag haben wir neue Kontakte geknüpft, interessante Einblicke erhalten und alte Bekannte getroffen. Genau diese Momente machen eine Tagung lebendig.

Ausblick

Wir freuen uns jetzt schon auf nächstes Jahr. Wenn das Tuxis-Team wieder ruft, sind wir gern wieder mit dabei. Nochmals vielen Dank an alle Beteiligten, alle Speaker und alle Teilnehmenden – auf ein Wiedersehen. Zwischendurch gibt es in diesem Dezember das erste Open Source Virtualization Gathering bei uns im Haus.

Effiziente Storage-Automatisierung in Proxmox mit dem proxmox_storage Modul

Die Verwaltung von unterschiedlichsten Storage-Systemen in Proxmox Umgebungen ist oft mit wiederkehrenden Aufgaben verbunden. Ob es um das Anlegen neuer Speicher, die Anbindung von NFS, CIFS Shares, iSCSI oder die Integration komplexerer Backends wie CephFS oder Proxmox Backup Server geht, in größeren Umgebungen mit mehreren Nodes oder ganzen Clustern kann dies schnell zeitaufwändig, fehleranfällig und schwer nachvollziehbar werden.

Mit Ansible lassen sich diese Prozesse effizient automatisieren und standardisieren. Anstatt manuell Konfigurationen vorzunehmen, sorgt Infrastructure as Code für eine klare Struktur, Reproduzierbarkeit und Nachvollziehbarkeit aller Änderungen. Ähnlich zu dem relativ neuen Modul proxmox_cluster, welches die Erstellung und den Beitritt von Proxmox Nodes zu Clustern automatisiert, erfolgt dies nun analog zu Storage-Systemen. Genau hier setzt das von unserem sehr geschätzten Kollegen Florian Paul Azim Hoberg (in der open-source Community auch als gyptazy sehr bekannt) entwickelte Ansible Modul proxmox_storage an. Es ermöglicht die einfache und flexible Integration verschiedener Storage Typen direkt in Proxmox Nodes und Cluster, automatisiert, konsistent und jederzeit wiederholbar. Das Modul befindet sich bereits in den Ansible Community.Proxmox Collections und ist Bestandteil der Collections ab Version 1.3.0.

Dadurch wird die Storage Verwaltung in Proxmox nicht nur schneller und sicherer, sondern fügt sich auch nahtlos in moderne Automatisierungs Workflows ein.

Ansible Modul: proxmox_storage

Das proxmox_storage Modul ist ein im Haus der credativ entwickeltes Ansible Modul zur automatisierten Verwaltung von Storage in Proxmox VE. Es unterstützt verschiedene Storage Typen wie NFS, CIFS, iSCSI, CephFS und Proxmox Backup Server.

Mit dem Modul lassen sich neue Storage Ressourcen anlegen, bestehende Konfigurationen anpassen und nicht mehr benötigte Speicher vollständig automatisiert wieder entfernen. Durch die Integration in Ansible Playbooks wird eine idempotente und reproduzierbare Verwaltung von Storage in Proxmox Nodes und Clustern ermöglicht. Das Modul vereinfacht komplexe Konfigurationen und reduziert Fehlerquellen, die bei manueller Einrichtung auftreten können.

iSCSI Storage hinzufügen

Die Einbindung von iSCSI Storage in Proxmox ermöglicht den zentralisierten Zugriff auf blockbasierten Speicher, der flexibel von mehreren Nodes im Cluster genutzt werden kann. Durch die Nutzung des proxmox_storage Moduls lässt sich die Anbindung automatisiert und konsistent konfigurieren, was sowohl Zeit spart als auch Fehler bei der manuellen Einrichtung verhindert.

- name: Add iSCSI storage to Proxmox VE Cluster
  community.proxmox.proxmox_storage:
    api_host: proxmoxhost
    api_user: root@pam
    api_password: password123
    validate_certs: false
    nodes: ["de-cgn01-virt01", "de-cgn01-virt02", "de-cgn01-virt03"]
    state: present
    type: iscsi
    name: net-iscsi01
    iscsi_options:
      portal: 10.10.10.94
      target: "iqn.2005-10.org.freenas.ctl:s01-isci01"
    content: ["rootdir", "images"]

Die Einbindung erfolgt dabei im Rahmen eines einzigen Tasks, bei dem die konsumierenden Nodes, sowie die iSCSI relevanten Informationen definiert werden. Ebenso lässt sich definieren, für welchen „Content“ dieser Speicher genutzt werden soll.

Proxmox Backup Server hinzufügen

Der Proxmox Backup Server (PBS) wird in Proxmox VE ebenfalls als Storage betrachtet und kann daher genauso wie andere Speicherarten in die Umgebung eingebunden werden. Mit dem proxmox_storage Modul lässt sich ein PBS unkompliziert in einzelne Nodes oder ganze Cluster integrieren, wodurch Backups zentral, konsistent und automatisiert zur Verfügung stehen.

- name: Add PBS storage to Proxmox VE Cluster
  community.proxmox.proxmox_storage:
    api_host: proxmoxhost
    api_user: root@pam
    api_password: password123
    validate_certs: false
    nodes: ["de-cgn01-virt01", "de-cgn01-virt02"]
    state: present
    name: backup-backupserver01
    type: pbs
    pbs_options:
      server: proxmox-backup-server.example.com
      username: backup@pbs
      password: password123
      datastore: backup
      fingerprint: "F3:04:D2:C1:33:B7:35:B9:88:D8:7A:24:85:21:DC:75:EE:7C:A5:2A:55:2D:99:38:6B:48:5E:CA:0D:E3:FE:66"
      export: "/mnt/storage01/b01pbs01"
    content: ["backup"]

Hinweis: Wichtig zu beachten ist dabei der zu definierende Fingerprint des Proxmox Backup Server Systems. Dieser ist immer dann relevant, wenn das zugehörige Zertifikat der Instanz nicht von einer beglaubigten root CA ausgestellt wurde. Bei der Nutzung und Legitimation einer eigenen root CA ist diese Definition nicht notwendig.

Entfernen von Storage

Nicht mehr benötigte oder veraltete Speicher lassen sich in Proxmox VE ebenso einfach wieder entfernen. Mit dem proxmox_storage Modul wird dieser Vorgang automatisiert und idempotent durchgeführt, sodass die Konfiguration des Clusters stets konsistent bleibt und ungenutzte Ressourcen sauber aufgeräumt werden. Ein besonderer Vorteil zeigt sich bei Storage Migrationen, da alte Speicher nach erfolgreicher Übertragung der Daten kontrolliert entfernt werden können. Auf diese Weise lassen sich Umgebungen schrittweise modernisieren, ohne dass manuelle Eingriffe oder unnötige Konfigurationsreste im Cluster verbleiben.

- name: Remove storage from Proxmox VE Cluster
  community.proxmox.proxmox_storage:
    api_host: proxmoxhost
    api_user: root@pam
    api_password: password123
    validate_certs: false
    state: absent
    name: net-nfsshare01
    type: nfs

Fazit

Das Beispiel der automatisierten Storage-Integration mit Ansible und Proxmox verdeutlicht eindrucksvoll die Vorteile und die Erweiterbarkeit von Open-Source-Lösungen. Open-Source-Produkte wie Proxmox VE und Ansible lassen sich flexibel kombinieren und bieten dadurch eine enorme Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten, die sich auch im Enterprise-Umfeld bewähren.

Ein entscheidender Vorteil ist dabei die Unabhängigkeit von einzelnen Herstellern, wodurch Unternehmen keinen Vendor Lock-In fürchten müssen und langfristig mehr Gestaltungsfreiheit behalten. Gleichzeitig wird deutlich, dass die erfolgreiche Umsetzung solcher Szenarien fundiertes Wissen und Erfahrung voraussetzt, um die Möglichkeiten von Open-Source optimal auszuschöpfen.

Während dies jedoch nur einen Teilbereich abdeckt, zeigt unser Kollege Florian Paul Azim Hoberg (gyptazy) hier in seinem Video „Proxmox Cluster Fully Automated: Cluster Creation, NetApp Storage & SDN Networking with Ansible“ eindrucksvoll, wie eine Vollautomatisierung mit Proxmox aussehen kann.

Genau hier stehen wir als Partner zur Seite und unterstützen Sie gerne in den Bereichen Automatisierung, Entwicklung sowie bei allen Fragen rund um Proxmox und moderne Infrastrukturen. Zögern Sie nicht mit uns Kontakt aufzunehmen – gerne beraten wir Sie!

Dieses Wochenende war es wieder soweit, die FrOScon 2025 fand statt. Bei perfektem Sommerwetter - nicht zu warm, nicht zu kalt - fand diese wie jedes Jahr an der Hochschule in Sank Augustin statt. Und doch war dieses Jahr anders, 20 Jahre FrOScon wurden gefeiert. Mit der Konferenz bin ich besonders verbunden, nicht nur ist diese Konferenz die größte, lokale OpenSource Konferenz, ich bin auch seit vielen Jahren ein Teil von ihr. Unzählige Vorträge habe ich gehalten, Debian Stände organisiert, Entwickertracks bespielt und organisiert. 2007 hatte ich sogar das Vergnügen Teil der Orga zu sein. FrOScon bedeutet in gewisser Weise ein Heimkommen. An jeder Ecke sieht man vertraute Gesichter, die man seit vielen Jahren kennt, ehemalige und aktuelle Kollegen, gute Freunde aus der OpenSource Szene. Vergleichbares gibt es so nur auf der Fosdem in Brüssel - nicht verwunderlich, stellt doch die Fosdem das große Vorbild für die FrOScon dar.

Eine Zeitreise - 20 Jahre FrOScon

Bereits bei der ersten Ausgabe der FrOScon war ich als Aussteller für das Debian Projekt, Vortrager und Organisator des Debian Tracks (zusammen mit meinem - immer noch - Kollegen Martin Zobel-Helas) vertreten. Den Vortrag Techniken zur Spambekämpfung könnte ich vermutlich heute immer noch 1:1 halten, das Thema hat jedenfalls nichts an Brisanz verloren. Die erste FrOScon konnte mit sehr achtbaren ca. 300 Besuchern ihre Tore schliessen. Ich war so begeistert das ich im Folgejahr direkt an der Organisation teilgenommen habe - dies war auch das Jahr wo wir die berühmte Hüpfburg einführen konnten ;). Im Verlaufe der 20 Jahre hat sich die FrOScon zu einem der größten deutschen OSS Communityevents entwicklelt und kann heute etwa 1500 Besucher jedes Jahr verzeichnen. In den Jahren konnte die Konferenz auch diverse prominente Keynote Speaker anziehen, stellvertretend seien hier nur Andrew Tanenbaum und Richard Stallman zu erwähnen. Damals wie heute kann ich sagen das die FrOScon die beste Konferenz im Westen ist.

FrOScon 2025


Kommen wir zum eigentlichen Inhalt des Blogeintrages - der FrOScon 2025. Wir waren dieses Jahr mit 2 Vorträgen und einigen Kollegen als Besucher vertreten. Mein Kollege Patrick Lauer hat sich einem Saal des Thema "Postgres with many data" gewidmet. Dank des c3voc ist der Vortrag auch für alle die nicht dabei gewesen sind als Stream verfügbar, so kann jeder diese Wissenslücke auch nachträglich füllen.

Auch ich war in diesem Jahr wieder mit einem Vortrag vertreten. Das Thema Proxmox VE und externe Blockdevices stand auf der Agenda. Hier habe ich über die verschiedenen Blockdevicetypen wie ISCSI, Fibrechannel oder NVMEoF und wie man mit ihnen umgehen kann referiert. Auch dieser Vortrag steht im Videoarchiv des c3voc bereit.

Fazit

Auch diese FrOScon stellte wieder ein gelungenes Event für Communitymitglieder und interessiertes Fachpersonal da. Ein bisschen ist es wie ein Klassentreffen, man trifft lauter bekannte Gesichter und ist gespannt was sich bei den Leuten in der Zeit seit dem letzten Treffen getan hat. Auch wenn ich dann schon hoffentlich in Rente sein sollte würde ich mich sehr freuen auch auf der FrOScon #40 einen Vortrag halten zu können ;).

Proxmox Logo

Die Veröffentlichung von Proxmox Virtual Environment 9.0 markiert einen bedeutenden Schritt nach vorne für die beliebte Open-Source-Virtualisierungsplattform. Mit einer Reihe von Verbesserungen in den Bereichen Leistung, Flexibilität und Benutzerfreundlichkeit hebt sich diese Version von ihren Vorgängern ab und richtet sich verstärkt an die Anforderungen von Unternehmen.

Neue Paketversionen
Proxmox 9 Paketquellen (Quelle: proxmox.com)

Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:

  1. Grundlage: Debian 13 „Trixie“ & Linux Kernel 6.14
    Das Fundament von Proxmox VE 9.0 bildet das neue Debian 13 "Trixie". In Kombination mit dem aktuellen Linux-Kernel 6.14 profitieren Nutzer von verbesserter Hardware-Kompatibilität, erhöhter Sicherheit und einer insgesamt besseren Performance.
  2. VM-Snapshots für LVM Shared Storage
    Eine der am meisten erwarteten Funktionen ist die native Snapshot-Unterstützung für LVM Shared Storage. Dies ist besonders wichtig für Umgebungen, die iSCSI- oder Fibre Channel-SANs nutzen, da es nun möglich ist, Snapshots als sogenannte "Volume Chains" zu erstellen. Dies ermöglicht flexible und hardwareunabhängige Backup-Lösungen. Die Snapshot-Funktionalität setzt auf QCow2 und steht auch bei anderen Storage-Typen zur Verfügung.
  3. SDN-Stack mit „Fabrics“
    Der Software-Defined Networking (SDN)-Stack wurde um das neue Konzept der „Fabrics“ erweitert. Damit lassen sich komplexe, fehlertolerante und skalierbare Netzwerktopologien einfacher erstellen und verwalten. Die neue Version unterstützt zudem die Routing-Protokolle OpenFabric und OSPF, was die Einrichtung von EVPN-Netzwerken vereinfacht.
  4. Hochverfügbarkeit (HA) mit Affinitätsregeln
    Die Verwaltung von Hochverfügbarkeits-Clustern wird durch neue Affinitätsregeln flexibler. Administratoren können nun definieren, ob VMs oder Container auf denselben Knoten bleiben sollen (positive Affinität) oder auf verschiedene Knoten verteilt werden müssen (negative Affinität), um die Ausfallsicherheit zu erhöhen. Für ein von VMware DRS bekanntes Verhalten empfehlen wir allerdings weiterhin ProxLB als Tool der Wahl.
  5. Moderne und responsive mobile Benutzeroberfläche
    Das mobile Webinterface wurde von Grund auf neu in Rust mit dem Yew-Framework entwickelt. Es bietet eine deutlich verbesserte Benutzerfreundlichkeit, schnellere Ladezeiten und ermöglicht die Durchführung grundlegender Wartungsaufgaben auch von unterwegs.
  6. Verbesserungen bei ZFS
    Für Nutzer, die ZFS-Speicherpools verwenden, gibt es ebenfalls gute Nachrichten: Die Version 9.0 erlaubt nun das Hinzufügen neuer Festplatten zu bestehenden RAIDZ-Pools mit minimaler Ausfallzeit.
  7. Ausbau der Metriken
    In der neuen Version wurden die Host-Metriken überarbeitet und ausgebaut.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Proxmox VE 9.0 eine solide Weiterentwicklung der Plattform darstellt. Die neuen Funktionen und die moderne Basis machen es zu einer noch leistungsfähigeren und zuverlässigeren Lösung für Unternehmen und Heimanwender, die Wert auf Open-Source-Technologie legen.

Weitere Informationen zum Umgrade auf die neue Version finden Sie auch hier: https://pve.proxmox.com/wiki/Upgrade_from_8_to_9

Unser Team unterstützt Sie auch gerne beim Upgrade Ihrer Nodes. Die von unserem Team entwickelten Ansible-Module zur Clusterkonfiguration passen auch auf die neue Proxmox-Version.

Screenshot der Host-Metriken

Die credativ ist autorisierter Reseller für Proxmox VE und unterstützt Sie gerne. Insbesondere helfen wir Ihnen gerne bei Konzeption, Aufbau und Betrieb automatisierter Clusterumgebungen. Die Migration aus bisherigen, kommerziellen Lösungen steht bei uns weit oben auf der Liste. Dazu können wir unseren Kunden auch einen 24x7 Support zu Proxmox VE anbieten.

Die beiden Screenshots und das Proxmox Logo stammen von https://www.proxmox.com/de/ueber-uns/details-unternehmen/medienkit

Automatisierte Proxmox-Abonnementverwaltung mit Ansible

Bei der Bereitstellung von Proxmox VE in Enterprise-Umgebungen, sei es für neue Standorte, die Erweiterung bestehender Cluster oder die Migration von Plattformen wie VMware, ist Automatisierung unerlässlich. Diese Szenarien umfassen typischerweise die Bereitstellung von Dutzenden oder sogar Hunderten von Knoten über mehrere Standorte hinweg. Das manuelle Aktivieren von Abonnements über die Proxmox-Weboberfläche ist in diesem Umfang nicht praktikabel.

Um Konsistenz und Effizienz zu gewährleisten, sollte jeder Teil des Bereitstellungsprozesses von Anfang an automatisiert werden. Dies umfasst nicht nur die Installation und Konfiguration von Knoten, die automatisierte Cluster-Erstellung, sondern auch die Aktivierung des Proxmox-Abonnements. In der Vergangenheit erforderte dieser Schritt oft eine manuelle Interaktion, was die Bereitstellung verlangsamte und unnötige Komplexität verursachte.

Jetzt gibt es eine saubere Lösung dafür. Mit der Einführung des neuen Ansible-Moduls proxmox_node ist die Abonnementverwaltung vollständig integriert. Dieses Modul ermöglicht es Ihnen, die Abonnementaktivierung als Teil Ihrer Ansible-Playbooks zu handhaben, wodurch es möglich wird, den gesamten Prozess zu automatisieren, ohne jemals die Weboberfläche öffnen zu müssen.

Diese Verbesserung ist besonders wertvoll für Massenbereitstellungen, bei denen Zuverlässigkeit und Wiederholbarkeit am wichtigsten sind. Jeder Knoten kann nun direkt nach dem Booten automatisch konfiguriert, lizenziert und produktionsbereit sein. Es ist ein großartiges Beispiel dafür, wie sich Proxmox VE kontinuierlich zu einer unternehmensfreundlicheren Plattform entwickelt und gleichzeitig die Flexibilität und Offenheit beibehält, die es auszeichnet.

Ansible-Modul: proxmox_node

Da die Automatisierung in modernen IT-Betrieben immer wichtiger wird, ist die Verwaltung der Proxmox VE-Infrastruktur über standardisierte Tools wie Ansible zu einer gängigen Praxis geworden. Bis jetzt, obwohl verschiedene Community-Module zur Interaktion mit Proxmox-Ressourcen verfügbar waren, erforderte die Knotenverwaltung oft benutzerdefinierte Workarounds oder direkten SSH-Zugriff. Diese Lücke wurde nun mit der Einführung des neuen proxmox_node Moduls geschlossen.

Dieses Modul wurde von unserem Team bei credativ GmbH entwickelt, insbesondere von unserem Kollegen, der in der Community unter dem Handle gyptazy bekannt ist. Es wurde Upstream beigetragen und ist bereits Teil der offiziellen Ansible Community Proxmox Collection, die jedem zur Verfügung steht, der die Collection über Ansible Galaxy oder Automation Controller Integrationen verwendet.

Das proxmox_node Modul konzentriert sich auf Aufgaben, die direkt mit dem Lebenszyklus und der Konfiguration eines Proxmox VE-Knotens zusammenhängen. Was dieses Modul besonders leistungsfähig macht, ist, dass es direkt mit der Proxmox API interagiert, ohne dass ein SSH-Zugriff auf den Knoten erforderlich ist. Dies ermöglicht einen saubereren, sichereren und API-gesteuerten Ansatz zur Automatisierung.

Das Modul unterstützt derzeit mehrere Schlüsselfunktionen, die im realen Betrieb unerlässlich sind:

  • Verwaltung von Abonnementlizenzen
    Eine der herausragenden Funktionen ist die Möglichkeit, einen Proxmox VE-Abonnementschlüssel automatisch hochzuladen und zu aktivieren. Dies ist unglaublich hilfreich für Unternehmen, die Cluster in großem Umfang ausrollen, wo die Lizenzierung konsistent und automatisch als Teil des Bereitstellungs-Workflows gehandhabt werden sollte.
  • Steuerung der Leistungszustände
    Die Energieverwaltung von Knoten kann nun über Ansible erfolgen, was es einfach macht, Knoten im Rahmen von Playbook-gesteuerten Wartungsaufgaben oder während automatisierter Clusteroperationen zu starten (über Wake-on-Lan) oder herunterzufahren.
  • Verwaltung der DNS-Konfiguration
    DNS-Einstellungen wie Resolver und Suchdomänen können deklarativ geändert werden, wodurch sichergestellt wird, dass alle Knoten die gleichen Konfigurationsrichtlinien ohne manuelle Eingriffe befolgen.
  • Verwaltung von X509-Zertifikaten
    Das Modul ermöglicht es Ihnen auch, die von dem Knoten verwendeten TLS-Zertifikate zu verwalten. Unabhängig davon, ob Sie intern PKI-signierte Zertifikate bereitstellen oder extern ausgestellte verwenden, können Sie mit dem proxmox_node Modul diese über die Automatisierung auf saubere und wiederholbare Weise hochladen und anwenden.

Indem all diese Funktionalität in einem einzigen, API-gesteuerten Ansible-Modul zusammengeführt wird, wird der Prozess der Verwaltung von Proxmox-Knoten wesentlich zuverlässiger und wartungsfreundlicher. Sie müssen nicht mehr mit Shell-Befehlen um pveproxy herumskripten oder SSH verwenden, nur um Knoteneinstellungen zu verwalten.

Beispiel für die Integration von Abonnements

Das Hinzufügen eines Abonnements zu einem Proxmox VE-Knoten ist so einfach wie die folgende Aufgabe. Dies zeigt zwar den einfachsten Weg für einen einzelnen Knoten, kann aber auch in einer Schleife über ein Dictionary verwendet werden, das die zugehörigen Abonnements für jeden Knoten enthält.

- name: Platzieren einer Abonnementlizenz auf einem Proxmox VE-Knoten
  community.proxmox.node:
  api_host: proxmoxhost
  api_user: gyptazy@pam
  api_password: password123
  validate_certs: false
  node_name: de-cgn01-virt01
  subscription:
  state: present
  key: ABCD-EFGH-IJKL-MNOP-QRST-UVWX-YZ0123456789

Fazit

Für uns bei credativ schließt dieses Modul eine echte Lücke in der Automatisierungslandschaft rund um Proxmox und demonstriert, wie fehlende Funktionen in Open-Source-Projekten durch Upstream-Beiträge effektiv angegangen werden können. Es verstärkt auch die breitere Bewegung der deklarativen Verwaltung von Infrastruktur, bei der die Konfiguration versioniert, dokumentiert und leicht reproduzierbar ist.

In Kombination mit anderen Modulen aus der Community Proxmox Collection wie unserem kürzlich erschienenen proxmox_cluster Modul, proxmox_node hilft, das Bild einer vollständig automatisierten Proxmox VE-Umgebung zu vervollständigen — von der Cluster-Erstellung und VM-Bereitstellung bis hin zur Knotenkonfiguration und Lizenzierung. Wenn Sie Hilfe oder Unterstützung bei der Erstellung von Proxmox VE-basierten Virtualisierungsinfrastrukturen, Automatisierung oder kundenspezifischer Entwicklung zur Anpassung an Ihre Bedürfnisse suchen, helfen wir Ihnen gerne weiter! Sie können uns jederzeit gerne kontaktieren.