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Die wichtigsten Open-Source-Projekte für digitale Souveränität sind Betriebssysteme wie Debian Linux®, Datenbanken wie PostgreSQL® sowie Virtualisierungslösungen, Verzeichnisdienste und Kollaborationsplattformen auf Open-Source-Basis. Diese Projekte ermöglichen es Unternehmen, ihre IT-Infrastruktur unabhängig von einzelnen Herstellern zu betreiben und langfristig die Kontrolle über ihre eigenen Daten und Systeme zu behalten. Die folgenden Abschnitte beleuchten die wichtigsten Fragen rund um digitale Souveränität und Open Source.
Das Betriebssystem ist die Grundlage jeder IT-Infrastruktur und damit der entscheidende Ausgangspunkt für digitale Souveränität. Wer auf ein proprietäres Betriebssystem angewiesen ist, akzeptiert zwangsläufig die Lizenzbedingungen, Update-Zyklen und Preisgestaltung des jeweiligen Herstellers. Open-Source-Betriebssysteme wie Debian Linux® geben Unternehmen die Freiheit, ihre Systeme selbst zu verwalten, anzupassen und zu prüfen.
Debian Linux® ist eine der ältesten und stabilsten Linux-Distributionen und wird weltweit in Unternehmensumgebungen eingesetzt. Es bildet die Basis für zahlreiche weitere Distributionen und gilt als besonders zuverlässig für den Langzeitbetrieb. Da der Quellcode vollständig offen liegt, können Unternehmen und ihre IT-Dienstleister genau nachvollziehen, was auf ihren Systemen läuft. Das schafft Transparenz und Vertrauen, die bei proprietären Systemen strukturell nicht möglich sind.
Für Unternehmen, die auf professionellen Open-Source-Support angewiesen sind, ist die Wahl des Betriebssystems auch eine strategische Entscheidung: Ein gut unterstütztes Open-Source-Betriebssystem lässt sich langfristig betreiben, ohne von Hersteller-Roadmaps abhängig zu sein.
PostgreSQL® ist die führende Open-Source-Datenbank für souveräne IT-Infrastrukturen und eignet sich für nahezu alle unternehmenskritischen Anwendungsfälle. Sie bietet den vollen Funktionsumfang einer objektrelationalen Datenbank, ist ACID-konform, hochskalierbar und wird aktiv von einer globalen Community weiterentwickelt. Daneben sind MariaDB® und MySQL® weit verbreitet, während spezialisierte Anwendungen auf Lösungen wie TimescaleDB® oder CockroachDB® setzen.
PostgreSQL® zeichnet sich besonders durch seine Erweiterbarkeit und Standardkonformität aus. Unternehmen können die Datenbank an ihre spezifischen Anforderungen anpassen, ohne Lizenzgebühren zu zahlen oder von einem Hersteller abhängig zu sein. Der Quellcode ist vollständig einsehbar, was unabhängige Sicherheitsaudits ermöglicht. Das ist für Branchen mit hohen Compliance-Anforderungen, etwa im Finanz- oder Gesundheitsbereich, ein entscheidender Vorteil.
Wichtig bei der Datenbankwahl ist nicht nur die technische Eignung, sondern auch die Verfügbarkeit von qualifiziertem Support. Eine Open-Source-Datenbank, die produktiv eingesetzt wird, benötigt denselben Betreuungsstandard wie eine kommerzielle Lösung.
Open-Source-Projekte lassen sich nach ihrer strategischen Bedeutung in drei Kategorien einteilen: infrastrukturkritische Projekte, anwendungsnahe Projekte und ergänzende Werkzeuge. Infrastrukturkritische Projekte wie Betriebssysteme und Datenbanken haben direkten Einfluss auf Verfügbarkeit, Sicherheit und Compliance. Ihre Auswahl und Betreuung sollte mit höchster Sorgfalt erfolgen.
Zu dieser Kategorie gehören Betriebssysteme wie Debian Linux®, Datenbanken wie PostgreSQL®, Virtualisierungsplattformen wie Proxmox VE® sowie Verzeichnisdienste und Netzwerkkomponenten. Ein Ausfall oder eine Sicherheitslücke in diesen Projekten wirkt sich unmittelbar auf den gesamten Geschäftsbetrieb aus. Deshalb sollten Unternehmen hier besonders auf aktive Community-Unterstützung, regelmäßige Sicherheitsupdates und professionelle Supportmöglichkeiten achten.
Anwendungsnahe Projekte wie Content-Management-Systeme, Kollaborationswerkzeuge oder Monitoring-Lösungen haben ebenfalls strategische Relevanz, sind aber in der Regel einfacher austauschbar. Ergänzende Werkzeuge wie Skriptsprachen oder Entwicklungsbibliotheken sind zwar allgegenwärtig, aber selten allein geschäftskritisch. Die strategische Einordnung hilft dabei, Ressourcen für Support und Pflege gezielt einzusetzen.
Das größte Risiko beim Einsatz proprietärer Software ist der Vendor Lock-in: Unternehmen werden abhängig von einem einzigen Anbieter, der Preise, Lizenzbedingungen und Produktlebenszyklen einseitig bestimmen kann. Weitere typische Risiken sind mangelnde Transparenz im Code, eingeschränkte Anpassungsmöglichkeiten und die Gefahr, dass ein Produkt abgekündigt wird, ohne dass eine einfache Migrationsoption besteht.
Vendor Lock-in entsteht oft schleichend: Unternehmen integrieren proprietäre Lösungen tief in ihre Prozesse, und ein Wechsel wird mit der Zeit immer aufwändiger und kostspieliger. Bei Open-Source-Software hingegen bleibt der Quellcode zugänglich, Standards sind offen dokumentiert, und der Wechsel zu einem anderen Anbieter oder einer anderen Lösung ist grundsätzlich möglich, auch wenn er Aufwand erfordert.
Weitere Risiken proprietärer Software im Überblick:
Digitale Souveränität bedeutet nicht, proprietäre Software um jeden Preis zu vermeiden. Es geht vielmehr darum, bewusste Entscheidungen zu treffen und Abhängigkeiten zu kennen und zu steuern.
Unternehmen benötigen professionellen Support für Open-Source-Software immer dann, wenn diese produktiv eingesetzt wird und ein Ausfall oder eine Sicherheitslücke direkte Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb hätte. Das gilt insbesondere für Betriebssysteme, Datenbanken und Virtualisierungsplattformen, die als Fundament der IT-Infrastruktur dienen.
Viele Unternehmen unterschätzen anfangs den Betreuungsaufwand für Open-Source-Systeme. Der kostenfreie Zugang zum Quellcode bedeutet nicht, dass keine Expertise erforderlich ist. Im Gegenteil: Gerade weil Open-Source-Systeme hochgradig konfigurierbar sind, ist tiefes Fachwissen notwendig, um sie sicher und stabil zu betreiben. Interne IT-Teams sind oft hervorragend aufgestellt, stoßen aber bei komplexen Problemen oder sicherheitskritischen Vorfällen an ihre Grenzen.
Typische Situationen, in denen professioneller Support sinnvoll ist:
Ein strukturierter Open-Source-Support mit definierten Service Level Agreements gibt Unternehmen die Sicherheit, die sie benötigen, um die Vorteile freier Software voll auszuschöpfen, ohne auf die Verlässlichkeit eines professionellen Supports verzichten zu müssen.
Wir bei credativ® begleiten Unternehmen seit 1999 dabei, Open-Source-Software sicher, stabil und souverän einzusetzen. Als herstellerunabhängiges Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen bieten wir professionellen Support für die Projekte, die für digitale Souveränität zentral sind, darunter Debian Linux® und PostgreSQL®. Unser Open Source Support Center in Deutschland stellt sicher, dass Sie jederzeit direkten Zugang zu erfahrenen Spezialisten haben, ohne Umwege über ein Callcenter.
Was wir konkret für Sie leisten:
Wenn Sie Ihre IT-Infrastruktur auf ein sicheres, souveränes Fundament stellen möchten, sprechen Sie uns an. Kontaktieren Sie uns und erfahren Sie, wie wir Ihnen helfen können.
Transparenzhinweis: Debian® ist eine eingetragene Marke der Software in the Public Interest, Inc. PostgreSQL® ist eine Marke der PostgreSQL Community Association of Canada. Proxmox VE® ist eine Marke der Proxmox Server Solutions GmbH. credativ® ist autorisierter Reseller für Proxmox und Competence Center für PostgreSQL®. MariaDB® ist eine Marke der MariaDB Corporation Ab. MySQL® ist eine Marke der Oracle Corporation. Die Nennung aller weiteren Marken dient ausschließlich der sachlichen Beschreibung von Dienstleistungen von credativ®. Es besteht keine geschäftliche Verbindung zu den genannten Markeninhabern, sofern nicht ausdrücklich angegeben.
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über den Autor
Head of Sales & Marketing
zur Person
Peter Dreuw arbeitet seit 2016 für die credativ GmbH und ist seit 2017 Teamleiter. Seit 2021 ist er Teil des Management-Teams als VP Services der Instaclustr. Mit der Übernahme durch die NetApp wurde seine neue Rolle "Senior Manager Open Source Professional Services". Im Rahmen der Ausgründung wurde er Mitglied der Geschäftsleitung als Prokurist. Sein Aufgabenfeld ist die Leitung des Vertriebs und des Marketings. Er ist Linux-Nutzer der ersten Stunden und betreibt Linux-Systeme seit Kernel 0.97. Trotz umfangreicher Erfahrung im operativen Bereich ist er leidenschaftlicher Softwareentwickler und kennt sich auch mit hardwarenahen Systemen gut aus.
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